Dienstag, 7. April 2015

Das Mädchen, das rückwärts ging - Kate Hamer



Buchdetails

 Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.04.2015
Aktuelle Ausgabe : 01.04.2015
Verlag : Arche Verlag
ISBN: 9783716027240
Flexibler Einband: 416 Seiten
Sprache: Deutsch


Klappentext:
Im englischen Norfolk verschwindet ein Mädchen. Bei dichtem Nebel scheint die achtjährige Carmel wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt keine Hinweise, niemand hat sie gesehen, die Polizei tappt im Dunkeln. Carmels Mutter Beth, seit kurzem wieder Single, gibt sich voller Verzweiflung selbst die Schuld: Hat sie Signale übersehen, nicht genug achtgegeben auf ihr einziges Kind? Carmel ist ein besonderes Mädchen: Sensibel und reifer als andere in ihrem Alter, verhält sie sich oft rätselhaft, wirkt abwesend, verträumt. Zwischen Hoffnung und Ohnmacht sucht Carmels Mutter schließlich selbst nach ihr. Schritt für Schritt geht sie zurück§in der gemeinsamen Zeit, denn jede Kleinigkeit zählt. Für Carmel beginnt währenddessen eine lange und ungewöhnliche Reise. Spannend bis zur letzten Zeile erzählen Beth und Carmel im Wechsel diese zutiefst bewegende Geschichte über eine Mutter und ihr verloren gegangenes Kind.

Über den Autor:
Kate Hamer wuchs in Pembrokeshire, England, auf und studierte Kunstgeschichte in Manchester. Sie arbeitete zehn Jahre als Dokumentarfilmerin und nahm dann 2011 ein Studium in Kreatives Schreiben auf. Für eine ihrer Kurzgeschichten wurde sie mit dem Rhys-Davies-Short-Story-Preis ausgezeichnet. „Das Mädchen, das rückwärts ging“ ist ihr Debütroman. Bereits während ihrer Arbeit daran wurde sie mit einem Preis für den besten Romananfang ausgezeichnet. Kate Hamer lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Cardiff, Wales.

Die Rezension * * * *
gelesen und rezensiert von Anja Sebastian

Das Buch an sich ist mit dem umklappbaren Einband und dem Buchschnitt sehr interessant und umfangreich gestartet. Die Farbwahl des Einbandes und auch vom Kleid des Mädchens passt prima dazu, da sich die Farbe Rot durch die gesamte Handlung des Buches zieht. Deshalb finde ich es auch schade, dass der Titel gar nix mit dem Original-Titel "The Girl in the Red Coat" zu tun hat, welcher viel bessere dazu passen würde.

Erzählerisch findet ein Perspektivwechsel zwischen Mutter und Tochter ganz interessant gemacht, da auch die Spannung so erhalten bleibt und man sich ganz gut hineinversetzen kann, da diese gut geschrieben sind. Die Autorin versteht es sehr gut, Spannung aufzubauen und Gefühle in ihren Lesern zu wecken. Leider empfand ich den Zwischenteil etwas unruhig und langgezogen und den Schluss viel zu kurz und zu apprupt beendet. Ich hätte mir gewünscht, dass die Mutter-Kind-Beziehung noch mal aufgelebt und ein bisschen vom Neuanfang der beiden erzählt wird.

Mein Fazit: ein sehr schöner und spannender Roman, der sehr feinfühlige Szenen beinhaltet, aber leider auch ein paar kleine Schwächen hat.

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