Mittwoch, 17. Juni 2015

Die Mutmacherin - Jacqueline Bakir Brader



Buchdetails    
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.03.2015
Aktuelle Ausgabe : 20.03.2015
Verlag : Koros Nord GmbH
ISBN: 9783981486391
Flexibler Einband 160 Seiten
Sprache: Deutsch
                  

Klappentext:
Das sichere Gefühl, das Richtige zu tun Es kommt eine Zeit im Leben, wo wir zurück blicken, um unser Leben neu zu ordnen. So befreien wir unsere Seele und schauen nach vorne. Doch bevor dieses passiert, sollten wir uns Zeit nehmen mit dem Vergangenen abzuschließen, um einen freien Blick in die Zukunft werfen zu können. Manchmal ist es das Zusammenkommen und der Austausch gleichdenkender Menschen, die uns die Augen öffnen für das Hier und Jetzt. Es gibt aber auch die Momente, in denen wir uns beruflich hinterfragen, ob nicht ein Richtungswechsel neue Horizonte eröffnen kann. Oder, und das trifft auf mich zu, eine schwere Krankheit. Vor knapp drei Jahren wurde bei mir Brustkrebs festgestellt. Da brach für mich meine Welt zusammen. Als ich das meinen drei Töchtern erzählte und wir uns gegenseitig trösteten, war für mich klar, dass ich die Krankheit besiegen musste. Um mein Leben kämpfen. Das, was ich eigentlich schon mein ganzes Leben gemacht hatte: Kämpfen! Ob es um darum ging, als türkisches Migrantenkind in der Schule akzeptiert zu werden, sich den Anfeindungen des „Anderssein“ mutig entgegen zu stellen oder sich der elterlichen, traditionellen Erziehung zu entziehen. Und dann das, was zur damaligen Zeit fast undenkbar schien: Sich als junge türkische Frau in der Immobilienbranche selbstständig zu machen. Zunächst mit neunzehn Jahren als kleines Einzelunternehmen, später als erfolgreiche Geschäftsführerin meiner gewachsenen drei Firmen. Inzwischen unterstützen mich meine Mutter, Schwestern und Brüder. Sie stehen mir mit Rat und Tat zur Seite. Doch um erst einmal dort anzukommen, gab es viele harte Kämpfe auszufechten. Als Frau in einer Männerdomäne zu arbeiten, war und ist bis heute kein Zuckerschlecken. Doch aufgeben- dieses Wort kannte ich nicht. Und so bin ich auch meiner Erkrankung begegnet: Ich habe sie besiegt. Es war eine harte Zeit: Von der Diagnose, der notwendigen Brustamputation, der folgende Chemotherapie, bis hin zum Brustaufbau durch Eigengewebe. Die Liebe zu meiner Familie ließ mich dieses durchstehen. Auch wenn es für einige wahnwitzig klingt: Die Krebserkrankung gab mir Mut. Ich begann mein Leben zu reflektieren und den Blick nach vorne zu richten. Kurz nach meiner Chemotherapie, meinen Kopf bedeckt mit einer Perücke, nahm ich an Seminaren für Neurolinguistische Programmierung(NLP) und Neurolinguistisches Selling(NLS) teil. Ich schloss mit dem Master ab und bin selbst ausgebildeter Coach, die Seminare leitet. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Jahr für Jahr neue Ziele zu stecken. Welche, die mir Freude bereiten und die Seele ein wenig streicheln. Auch möchte ich weiterhin mit meinen finanziellen Möglichkeiten Gutes tun. Herzensangelegenheiten unterstützen. Drei Ziele habe ich mir in diesem Jahr gesetzt. Eines davon habe ich schon erfolgreich abgeschlossen: In diesem Sommer habe ich eine maritime Sommergala zur Unterstützung für Kinder mit Migrationshintergrund veranstaltet. Wir haben eine fantastische Spendensumme für hilfebedürftige Kinder zusammen bekommen. Das zweite Ziel ist es, meine Erfahrungen in Seminaren weiterzugeben. Mut zu machen. Zu vermitteln wie wunderbar das Leben ist, trotz aller Tiefen, die es mit sich bringt. Gemeinsam einen Weg aufzuzeigen, wie wir es schaffen können, trotzdem positiv zu bleiben und dabei immer auf das Herz zu hören. Denn das Herz ist der Motor der Seele. Fängt es an zu stottern, kann es immer wieder neu gestartet werden. Der letzte Schwerpunkt ist, meine Biografie fertig zu schreiben. Diese wird im nächsten Jahr erscheinen. Vieles gibt es darin zu erzählen. Sei es das Leben mit Migrationshintergrund, als arbeitende Frau mit einer vierköpfigen Familie oder dem Umgang mit der Krebserkrankung, um nur einige Auszüge aus meinem Leben aufzuführen. Ich werde mir Zeit dafür nehmen und sicherlich die eine oder andere Träne vergießen. Aber es wird nicht mehr so schmerzhaft sein, wie beim ersten Mal. Denn ich weiß: Um neuen schönen Dingen offen gegenüber zu stehen, müssen wir Vergangenes ziehen lassen. Erst so öffnen sich neue Wege. Herzlichst Eure Jacqueline

Über den Autor:


Die Rezension * * * 
gelesen und rezensiert von Anja Sebastian

Die Autorin versucht in diesem Buch ihre berührende Lebensgeschichte zu beschreiben, die ich persönlich etwas zu sachlich und trocken erzählt finde und somit das Persönliche, sowie die einzelnen Charaktere einfach zu kurz kommen. Mir hat es sehr gut gefallen wie sie auf die verschieden Hintergründe aufmerksam macht und wie sie lernt sich in Deutschland zurecht zu finden, um ihren Weg zu gehen. Das dies nicht einfach wird, hat mit ihrer Religion zu tun, zumal die Elterngeneration an ihr altes Leben klammert und somit eine Integration schwer gemacht wird. Trotzdem setzt sie sich durch und Kämpft sich durchs Leben.
Mit diesem "Abarbeiten" Ihres Lebens, wirkt das Buch leider eher wie ein Bericht, deren persönliches Schicksal hinten angestellt wird und für mein Empfinden der kulturelle Konflikt in den jungen Jahren und der Schicksalsschlag Ihrer Erkrankung viel zu kurz kommen.

Dennoch bin ich sehr beeindruckt, wie sich das Leben der Autorin entwickelt hat, sie sich gegen ihren Vater und die Ehre gestellt hat und sie trotz vieler Vorurteile und Probleme eine erfolgreiche Unternehmerin geworden ist.

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